Familie im Glück

Als wir „Gewachsenen“ auf dem Popo den Vulkan runter gerutscht sind musste Anton zu Hause bleiben, das fand er nur so mittel. Seither fragt er immer wieder nach dem Vulkan auf den auch Kinder rauf dürfen. Wir wollen ihn tatsächlich auf eine Wandertour auf einen Vulkan mitnehmen. Diese Tour endet nach Einbruch der Dunkelheit, so dass man auch glühende Lava sehen kann. Wir warten noch auf weitere wanderwillige Reisende die sich uns anschließen, damit wir uns die Kosten teilen können. Bis dahin müssen wir uns ein anderes Programm machen.
Unsere Freunde Todd, Kelly und Liesbeth haben uns auch wieder verlassen und irgendwie war Anton einige Tage mit der Gesamtsituation unzufrieden. Das waren viele Veränderungen und wenig Raum für ihn, 2 Tage Fieber haben da auch nicht gerade zur Besserung beigetragen. Wieder genesen haben wir uns überlegt was Anton denn brauchen könnte zum glücklich sein. Mehr Auslauf! Das Kind hat Kraft und Energie und weiß nicht wohin damit.
In der Stadt gibt es einen Eisladen mit Autos auf die man sich setzten kann und für nen 5er blinken und wackeln sie wie auf einer Kirmes. Anton hat 2 Stunden auf diesen Autos verbracht, mehr kletternd als fahrend und ist abends zu Hause ohne Essen vor Erschöpfung eingeschlafen.
Tags drauf war dann weiterhin Anton-Programm: ab zum Strand. Selbst ein riesen Schisser wenn es um Wellen geht musste ich mich erst mal Zentimeter für Zentimeter vorarbeiten, während Anton schon fröhlich glucksend aus den Wellen auftauchte und schrie: „Ich bin getaucht!“. Der Sand am Strand ist schwarz und so haben wir Anton einen eigenen Cerro Negro gebaut. Nach 2 Stunden waren wir dreckig, verschwitzt und an manchen Stellen vielleicht sogar ein bisschen verbrannt… Ups.
Seit heute ist aber nicht nur Anton sondern sind auch die Eltern restlos glücklich. Auf einem Spaziergang durch die Stadt kamen wir an einen kleinen eingezäunten Park mit Schaukeln und anderen Spielgeräten vorbei. „Ach, wenn wir für Anton doch auch so einen Platz finden könnten wo er mit anderen Kindern spielen könnte…“ und da kam auch schon ein netter Herr auf die Straße und hat uns eingeladen dort zu spielen. Der Park ist eine Bürgerinitiative von Menschen aus Leon unterstützt von ihrer Partnerstadt Hamburg an der Alster. Es gibt ein Baumhaus, Klettergerüste, Schaukeln (genug für alle, da müsste Antons Lieblingsfreundin nie wieder weinend auf eine freie Schaukel warten oder sich mit Anton drum kloppen), ein Trampolin wie im Garten der Cousinen und dem Cousin, Rutschen und man kann sich gegen ein Pfand jede Menge Spielzeug von Lego über Playmobil bis zu Brettspielen ausleihen. Ich weiß wo wir unsere Nachmittage nun immer verbringen werden 🙂

Kommentare

  1. Rainer

    Korrekt ist, dass ich gelernt habe, dass es keine gute Idee ist, sich selbst den Rücken mit Sonnencreme einzucremen. Falsch ist die Behauptung, dass ich irgendwo auf dem Allerwertesten runtergerutscht sei. Richtig ist, dass ich auf einem Board den Vulkan hinuntergeglitten bin – wenn auch nur semi-elegant.

  2. Pingback: Change of Plans « A family's journey

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