Im Mekong Delta

Unser Besuch im Mekong Delta zählt mit Sicherheit zu einem der Höhepunkte unserer Reise. Wir verließen die Insel Phu Quoc wieder mit dem Superdong Schiff nach Rach Gia. Von dort ging es mit dem Bus weiter. Zuerst mussten wir aber den Busbahnhof finden. Das ist nicht immer einfach, da einige Städte mehr als einen haben und auf der Karte nicht alle eingezeichnet sind. Zum Glück hatte der Gatte lange und ausgiebig recherchiert. So konnten wir dem Taxifahrer am Hafen gleich zeigen wohin wir wollten. Am Busbahnhof wurden wir zum ersten Mal damit konfrontiert, dass man hier nicht geduldig in der Schlange steht. Wer wartet und nicht drängelt verliert. Wir hatten den Taxifahrer schon bezahlt und verabschiedet, aber er sah uns verwirrt am Schalter stehen. Da stieg er nochmal aus und half uns unsere Tickets abzuholen. Dieser Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sind wir immer wieder seither begegnet.

Die Busfahrt nach Can Tho war eher eine Achterbahnfahrt. Es war spannend durch das Delta zu fahren, aber auch ein wenig rumpelig für meinen Magen. Kräftig durchgeschüttelt kamen wir in Can Tho, wieder an einem anderen Busbahnhof als erwartet, an. Der Ausblick und die Stimmung am Mekong war großartig und haben uns für alles entschädigt.


Am nächsten Morgen um sechs Uhr wurden wir von unserem Fremdenführer  abgeholt, der uns die schwimmenden Märkte auf dem Mekong zeigen würde.

Eine große Empfehlung für so eine Tour ist eco Tours. Geht man auf der Uferpromenade spazieren, wird man permanent angesprochen und kann irgendeine Tour buchen.Manchmal kann man die Anbietenden auch nur schwer abschütteln. Wir hatten uns vorab im Internet schon eine private Tour mit eco Tours gebucht. Unser Reiseführer sprach prima englisch, wir hatten ein kleines Boot für uns alleine. Die Bootsführerin hat unsere Fahrt auch selbst für ein paar Einkäufe genutzt, so haben wir direkt miterlebt wie lebhaft um die Preise gefeilscht wird.

Am Morgen wurden wir vom Hotel abgeholt: “ Hi, I’m your guide. Ask me anything!“ Und so war das auch. Wir durften alles fragen und haben ganz viel über die vietnamesische Kultur gelernt. Und im Gegenzug haben wir von Deutschland erzählt. Ich habe erfahren: mit meinen Hobbies nähen und kochen, bin ich doch ein kleines bisschen asiatisch, laut unserem Guide 😉

Zum Abschluss schipperten wir in einen Nebenkanal und hielten an einer kleinen Anlegestelle. Von dort ging es in wenigen Schritten zu einer Reisnudelmanufaktur. Zum Schluss gab es ein vietnamesisches Frühstück, mit Nudelsuppe, Obst und Kaffee.

Ein tolles Erlebnis, nicht nur für Familien!

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