Sa Pa und die Reisterrassen

Unsere Reise nähert sich dem Ende. Seit wir in den Bergen in Sa Pa waren ist schon einige Zeit vergangen. Vor lauter Eindrücke verarbeiten komme ich gar nicht dazu Bilder und Texte zu verarbeiten.

Die Stadt Sa Pa liegt auf 1.600m Höhe, in der Nähe von Vietnams höchstem Berg Fansipan. Ein toller Name 🙂 Auf dem Fansipan waren wir aber nicht, er lag ohnehin meist in den Wolken. Rund um Sa Pa wohnen verschiedene Bergvölker, hauptsächlich Hmong und Dao. Ihre Trachten und Dörfer sind Teil der touristischen Highlights.

Aus der Stadt Sa Pa heraus kann man eine kleine Wanderung zum Dorf Cat Car machen. Dort gibt es Dorfleben zu betrachten und Wasserfälle zu sehen. Die Dörfer und das Bergleben dort zu erahnen ist einerseits spannend. Aber es hinterließ bei mir auch einen schalen Nachgeschmack. Man betritt das Dorf über eine Straße an der ein Häuschen zum Eintrittskartenverkauf steht. Danach wird man auf Wegen durch das Bergdorf geschleust. Wir sahen wie die bunten Stoffe gewebt und bestickt wurden, wir sahen Wasserräder und Wasserfälle. Ich fühlte mich die ganze Zeit, als würde ich durch die Wohnzimmer von fremden Leuten geschleust.

Die Reiseführer beschreiben einen Ausflug zum Sonntagsmarkt in Bac Ha als das Highlight, wenn man die Berggegend besucht. Die Fahrt ist lang und bergig und hat in unserer Reisegruppe nicht jedem Magen gut getan. In Bac Ha verkaufen die Blumen Hmong ihre Waren. Ein Volk, das besonders bunte Trachten trägt. Der Markt ist eine Mischung aus traditionellem Markt für die Menschen vor Ort und Touristenattraktion. Es gibt Fleisch, Gemüse, Kleidung, Dinge des täglichen Bedarfs. Es werden aber auch Pferde, Wasserbüffel, Geflügel und Schweine verkauft. Das Geschrei der zwei Ferkel die nach einem erfolgreichen Verkauf in einen mini Käfig gesperrt, der auf einen Roller gehievt und festgebunden wurde, werde ich so schnell nicht vergessen. Die Tiere sind Nutztiere, sie werden zum Verkauf und Verzehr gezüchtet, mehr nicht. Als ich das so sah, erinnerte ich mich an Erzählungen meiner Oma, wie es bei ihnen früher auf dem Hof zuging.

Neben Nützlichem für die Menschen in den Bergen, werden Taschen, Stoffe, Bänder, Tischläufer und ähnliches für Touristen angeboten.

Tags drauf machten wir eine tolle Wanderung. Zuerst ging es wieder am Eintrittskartenhäuschen vorbei, über einen vorbereiteten Weg, in einen Landschaftsparkt. Als wir diesen hinter uns gelassen hatten, wurde es spannend. Zuerst fanden wir ein verlassenes Karussell im Wald, danach jede Menge Hanf. Später wurde uns versichert, dass der Hanf nur für die Herstellung der Kleidung verwendet würde. Besonders die beiden Jungs hatten ihren Spaß. Da sie kein Gipfelkreuz finden konnten, bauten sie sich eben ein eigenes.


Zu guter letzt machten wir uns zu einer großen Wanderung durch die Reisterrassen auf.  Bei sengender Hitze und wenig Schatten sammelten wir Eindrücke um Eindrücke… Die Landschaft ist beeindruckend, die Arbeit hart. Sa Pa wird uns lange in Erinnerung bleiben.

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