Süße Schneckchen

Manchmal brauchts eine süße Kleinigkeit zum Mitbringen, oder was häppchengroßes für die Kleinen. In meiner großen ganzen Familie sind „Schneckennudeln“ schwer beliebt. In manchen Regionen heißen sie auch Zimtschnecken oder Rosinenschnecken (wobei in meinem Haus das dann so läuft: „ich will ne Rosinenschnecke ohne Rosinen!“ …)

Meine Mama hat mir „unser“ Hefeteigrezept vereerbt. Daraus habe ich jede Menge gefüllte und ungefüllte Zöpfe oder Brote gebacken. Am Sonntag sollten es nun kleine Hefeschneckchen werden. Ich ersetze in meinen Rezepten die Kuhmilch nun immer mit Mandel- Hafermilch oder reiner Mandelmilch. Wer Kuhmilch gut verträgt und mag kann natürlich auch diese nehmen oder eben eine der vielen anderen Alternativen.

Meinen Vanillezucker mache ich selbst. Ich habe ein altes Marmeladenglas gefüllt mit Zucker und einer aufgeschnittenen Vanilleschote. Wenn ich also backe nehme ich ein bis zwei Esslöffel von meinem Vanillezucker und den Rest normalen Zucker und wiege das gemeinsam. Süß genug ist das allemal.

Die Menge reicht für ein Backblech voller kleiner Schneckle. Ich habe sie mit Zimt & Zucker, Mandeln, Raspelschokolade und Äpfeln gefüllt. Wer aber Rosinenschnecken mit Rosinen oder Cranberries oder Haselnüssen oder bunten Zuckerperlenen mag, kann auch diese verarbeiten. Dem Schneckchenspaß sind nur wenige Grenzen gesetzt.

Zutaten:

– Teig –

300g Weizenvollkornmehl

200g Dinkelmehl

100g Zucker (inklusive Vanillezucker)

125g Margarine

130 ml Mandelmilch

1 Würfel Hefe

1 Prise Salz

– Füllung –

Zimt & Zucker

gemahlene Mandeln (etwa 75g)

Raspelschokolade (etwa 100g)

ein kleiner Apfel

Margarine zum Bestreichen

– Guss (optional) –

Zitronensaft

Puderzucker

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde eindrücken und den Würfel Hefe hinein bröseln. Einen Schuss Milch drauf geben und ein bisschen verrühren. Nun die restlichen Zutaten dazu geben und den Teig richtig gut durchkneten bis er sich von der Schüsselwand löst.

Nun muss der Teig zugedeckt ruhen und aufgehen. Wenn der Teig sein Volumen etwa verdoppelt hat geht es weiter.

Den Ofen auf 175°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Arbeitsfläche mit reichlich Mehl bestreuen.

Der Teig muss jetzt noch einmal richtig gut durchgeknetet werden. Das geht meiner Meinung nach am Besten mit den Händen. Danach den Teig in etwa vier gleich große Stücke teilen. Nun werden die Teile eines nach dem anderen verarbeitet.

Ein Teigviertel ausrollen. Dabei sollte in etwa ein dünnes Rechteck entstehen (etwa 30cm x 40cm). Dieses Rechteck nun mit ganz weicher oder geschmolzener Margarine bestreichen und mit der ersten Zutat, in meinem Fall Zimt & Zucker bestreuen. Nun rollt man das Ganze an der langen Seite auf, so dass eine etwa 40 cm lange Rolle entsteht. Aus dieser langen dünnen Rolle nun die kleinen Schneckchen abschneiden, etwa mit einer Stärke von 1,5 cm bis 2 cm und auf das Backblech legen. Die Schneckchen liegen eng aber berühren sich noch nicht. Das kommt schon noch sobald sie backen.

Nun geht es weiter mit den nächsten Teigvierteln. Ausrollen, mit Margarine bestreichen, Zutat für die Füllung verteilen, aufrollen, Schneckchen abschneiden.

Wenn das Blech voller Schneckchen liegt kann man nochmal ein bisschen Margarine schmelzen und die Schnecken damit bestreichen. Wer sich das Fett sparen möchte kann das tun. Die Schneckchen glänzen dann weniger, schmecken aber trotzdem lecker.

Je nach Ofen backen die Schneckchen nun für 15-18 Minuten!

Wer mag kann nun auch noch einen Zuckerguss anrühren und ihn sanft über das Blech träufeln. Ich mg das besonders gern, wenn man bei einzelnen Bissen mal den süß-sauren Guss abbekommt. Sie schmecken aber auch ohne ganz lecker!

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