Tu Lan Höhlen – Auf den Spuren von Kong

Der Phong Nha Nationalpark wird uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben. In Zentralvietnam, in der Nähe der laotischen Grenze liegt der Park, der seit 2003 UNESCO Weltnaturerbe ist. Dschungel, Höhlen, Tropfsteine und Abenteuer locken Touristen und Filmcrews.

Wir hatten uns im Phong Nha Lake House einquartiert, eine absolute Empfehlung. Bei Interesse erfährt man in welchem Bungalow Samuel L. Jackson oder Johnny Goodmann während des Drehs zu Kong – Skull Island nächtigten. Viel wichtiger ist aber zu wissen, wie unglaublich nett und aufmerksam das Team dort ist.  Es gab immer wieder Gelegenheit für einen Plausch und so konnten wir auch über Kultur und Menschen etwas erfahren. Als unsere kleine Reisegruppe krank wurde, bekamen wir Ingwertee und die Chefin selbst lies uns wissen, dass wir einfach Bescheid geben sollten, wenn wir etwas brauchten, auch die Küche könne uns etwas kochen was nicht auf der Karte steht, wenn es helfen würde.

Touren zu den Höhlen können dort direkt über die Rezeption gebucht werden. Natürlich waren wir auch in der Paradise Cave, sie ist ausgebaut für Touristen, ausgeleuchtet und auch für Kinder gut erreichbar. Dazu aber später mehr. Zuerst machen wir uns zu zweit auf die Spuren von Kong und besuchten den Drehort des Films. Man kann auch Mehrtagsestouren buchen und in Zelten im Dschungel übernachten. Da wir mit Kindern reisen, haben wir uns für eine Eintagestour entschieden.

Tu Lan Cave

Die Tu Lan Höhlen können nur mit einem Anbieter besucht werden: Oxalis Adeventures. Auch das ist eine eindeutige Empfehlung! Alleine darf man nicht durch den Dschungel oder die Höhlen trecken. Nachdem wir einer Tarantel und einer Schlange begegnet waren, waren wir auch sehr froh um die kundigen Begleiter.  Wir wurden am Hotel von unserem Guide abgeholt und nach 45 Minuten Fahrt erreichten wir das Büro von Oxalis. Dort wurden wir mit den Sicherheitshinweisen vertraut gemacht, bekamen Schuhe und konnten unsere Wertsachen verstauen. Und wir hatten Glück, wir waren an diesem Tag die einzigen Besucher, so hatten wir eine Privattour mit Porter & Guide. Ein Yeah auf die Nebensaison!

Zuerst ging es in sengender Hitze über die Felder. Wasserbüffel suhlten sich in Schlammlöchern, Dorfbewohner arbeiteten auf den Feldern, man hätte denken können wir seien tatsächlich an einem Filmset. Kaum vorstellbar was eine Hollywood-Filmcrew für eine Aufregung in so eine ländliche Gegend gebracht hat.

Danach ging es durch einen Bach und so standen wir schon nach 30 Minuten bis zu den Oberschenkeln im Wasser. Kurze Zeit später erreichten wir die erste Höhle, die „Dry Cave“. Der Boden war schlammig, die Schuhe rutschten, Licht hatten wir nur über unsere Helmlampen. Je tiefer wir in die Höhle hinein gingen, desto mehr mussten wir klettern und über Felsen steigen. An den Decken hingen Fledermäuse. Am anderen Ende der Höhle angekommen, gab es eine Vesperpause, Tarantel inklusive. Es war unglaublich beeindruckend!

Frisch gestärkt gingen wir wieder durch die Höhle zurück, durch den Bach und dann kam der Anstieg durch den Dschungel. Poison Ivy säumte zu Beginn unseren Weg, lange Hosen und Shirts sind deshalb Pflicht. Und auf einmal lag er vor uns der Eingang zur Höhle. Während der Porter unsere Schwimmwesten holte durften wir am Höhleneingang schwimmen und springen und Spaß haben.

Nach einer kleinen Pause ging es mit Schwimmwesten und Helm in die Höhle. Die Strömung trug uns recht einfach durch. Wir mussten uns nur von den Wänden abstoßen und darauf achten nicht unter Wasser gegen Felsen zu stoßen. Am Ende der Höhle wartete ein Camping- und Grillplatz von Oxalis und damit unser Mittagessen auf uns. Nach der Mittagspause begann es es zu donnern und zu regnen. Da wir zurück in die Höhle mussten, war das kein Problem.

Dieses Mal mussten wir gegen die Strömung zurück schwimmen. Das war anstrengend! Wir wurden aber mit weiteren Höhlen-Highlights belohnt, Fossilien und Tropfsteine.

Der Rückweg ging wieder über Steine, Dschungel, durch den Bach und über die Felder. Ein wahrlich einmaliges Erlebnis.

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  1. Pingback: In der Paradise Cave – Höhlen Erlebnis mit Kindern – Komell

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